01 Jan

Vorsätzlich ins neue Jahr

Mit welchem Vorsatz sind Sie ins neue Jahr gestartet? Wollen Sie im privaten Bereich etwas verändern? Oder soll sich beruflich etwas bewegen? Geht es um eine Kleinigkeit, die Sie bisher nur immer wieder aufgeschoben haben? Oder wollen Sie 2016 ein großes Projekt anpacken?

So viel, das Sie tun könnten – und so wenig Zeit. Oder? 😉

Aber es stimmt schon: So ein Jahreswechsel, der Beginn einer neuen, frischen Periode ist eine gute Gelegenheit, sich etwas vorzunehmen. Ab dem 1.1.2016 mit dem Sport, einer anderen Ernährung, dem Restaurantprojekt, der Fortbildung anzufangen, scheint stimmiger und kraftvoller, als es ab dem 12.5. oder 14.7. zu tun.

Und warum auch nicht? Im Grunde ist jeder Tag ein guter Tag, sich auf den Weg zu machen. Wenn Ihnen (und vielen anderen) der 1.1. dafür geeigneter erscheint, nehmen Sie diesen kleinen Motivationsschub mit.

Nur was jetzt?

Den Vorsatz auf Augenhöhe bringen

Hier mein Tipp aus meiner Erfahrung als Accountability Partner. Wenn ich entscheiden sollte, ob es der wichtigste Tipp ist, um Veränderungen verlässlich anzugehen, bin ich unsicher. Ich schwanke zwischen diesem und einigen anderen Tipps 😉 Aber angesichts des Ereignisses „Jahreswechsel“ entscheide ich mich für hierfür.

Also, mein Tipp #1 für Sie ist: Koppeln Sie Ihre Veränderung an den Kalender.

Was Sie auch verändern möchten, versuchen Sie diesem „Projekt“ einen Platz im Kalender zu geben. Koppeln Sie den nächsten Schritt in Richtung auf Ihr Ziel an genau einen Zeitpunkt. Und dann machen Sie diesen Schritt zur mit sich selbst verabredeten Zeit.

Solange Ihre Veränderung im Kalender nicht auf Augenhöhe mit beruflichen Terminen oder einem Arztbesuch oder der Theateraufführung Ihrer Kinder oder dem Geburtstag Ihrer Lieben ist, werden Sie es aller Erfahrung nach schwer haben, sich ihr konsequent zu widmen.

Für einen Besuch im Sportstudio ist so ein Kalendereintrag eine simple Sache. Wie steht es aber mit dem Vorsatz, Ihren Kindern mehr vorzulesen? Auch das kann ein Eintrag im Kalender werden: Tragen Sie z.B. Montag, Donnerstag und Samstag von 19:30 bis 20:00 in den Kalender ein „Vorlesen“. Fertig. Wenn Sie Ihren Kalender halbwegs bewusst und regelmäßig nutzen, werden Sie an Ihren Vorsatz erinnert und können anschließend befriedigt „einen Haken dran machen“.

Scham, für so etwas den Kalender nutzen zu müssen, ist nicht angebracht. Wenn er Ihnen hilft, diesen Vorsatz tatsächlich umzusetzen, dann heiligt der Zweck das Mittel. Beschämender werden Sie es sicherlich empfinden, wenn Sie ohne solches Hilfsmittel Ende Februar feststellen sollten, dass Sie (wieder) nicht zum Vorlesen gekommen sind.

Doch auch das ist noch ein simples Beispiel für die Nutzung des Kalenders. Denn es ist ja glasklar, was Sie tun müssen, um Ihren Vorsatz umzusetzen.

Auch dem Ungewissen einen Zeitraum geben

Wie steht es mit einem größeren Projekt, z.B. Ihrem Traum, sich mit einer kleinen Pension am Meer zur Ruhe zu setzen? Sie haben vom Ergebnis ein klares Bild vor Augen – doch der Weg dahin liegt im Nebel. Sie fühlen sich gezogen, wissen aber nicht, was Ihr erster oder nächster Schritt sein sollte.

Das macht nichts. Es ist vielmehr eine ganz normale Situation bei vielen Vorsätzen. Und der Kalender kann wieder helfen. Tragen Sie einfach z.B. für nächsten Mittwoch von 20:00 bis 21:00 ein „Pension planen“. Fertig.

Sie wissen nicht, was Sie in der Zeit machen sollen? Kein Problem. Das wird sich spätestens ergeben, wenn Sie sich am Mittwoch um 20:00 hinsetzen und sich einfach nur die Zeit für Ihren Traum nehmen. Konzentrieren Sie sich in der Stunde auf Ihr Ziel, halten Sie Stift und Papier bereit für Ideen, haben Sie ein Telefon zur Hand (oder Ihr Email-Programm), um Kontakt aufzunehmen, mit Menschen, die Ihnen helfen können.

Entscheidend ist, dass Sie aus der reservierten Stunde nicht nach 5 Minuten fliehen, weil Ihnen noch nichts eingefallen ist, was Sie konkret tun könnten. Halten Sie die Zeit aus. Manchmal erscheint erst kurz vor Ende eine Idee im Kopf.

Einem Vorsatz überhaupt Zeit einzuräumen, ist die Bedingung für die Möglichkeit, ihn umzusetzen. Das tun Sie, wenn Sie Ihren Vorsatz im Kalender eintragen. Sie bringen ihn damit auf Augenhöhe mit all dem anderen Wichtigen und Dringenden in Ihrem Leben. Sie machen damit sich selbst (und anderen) klar, dass dieses Projekt Zeit braucht und andere bisherige Projekte daher etwas weniger Zeit bekommen können.